Das Medienkonzept der Pestalozzischule Brake

hier finden Sie das Konzept zum Downloaden: Medienkonzept

Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache

1. Bestandsaufnahme

Neue Medien

Die Pestalozzischule Brake verfügt über einen Computerraum. Dieser wurde Ende 2011 mit neuen Computern ausgestattet.

Hardwareausstattung:
• 12 Schülerarbeitsplätze
• ein Lehrerarbeitsplatz
• zwei Laserdrucker (Farbe und Schwarz-Weiß), die über IServ mit dem gesamten Computerbestand der Schule verbunden sind

Hardwareausstattung mobil:
• 12 Laptops (können mittels eines fahrbaren Laptopschranks in Klassenräume transportiert werden)
• drei Laptops für Lehrkräfte

Hardwareausstattung Lehrerzimmer:
• zwei Lehrerarbeitsplätze
• zwei Farbtintenstrahldrucker  
• ein Schwarz-Weiß Laserdrucker
• ein Scanner

Hardwareausstattung Klassenräume:
• jeder Klassenraum ist mit mindestens einem PC ausgestattet.
• weitere 15 PCs befinden sich in der Aufbereitung und werden kurzfristig auf die Klassenräume verteilt.

Weitere Hardware:
• 1 Präsentationswagen (Notebook+Beamer)
• 1 mobiler Beamer in Tasche und 1 Laptop
• Ein digitales White-Board/Smartboard im Filmraum
• 1 Scanner
• Kopfhörer im Computerraum

Software:
• Windows 7 an allen Arbeitsplätzen im Computerraum und den drei Lehrerlaptops
• Standardsoftware (Office etc.)
• Windows XP an den 12 Laptops für die Schülerinnen und Schüler
• Budenberg
• Lernwerkstatt

DLeitung ins Internet. LAN installiert werden, so dass im gesamten Schulgebäude Internet verfügbar ist.

Im Lehrerzimmer ist über das lokale Netzwerk auch der Zugang zum Internet möglich (LAN).

Traditionelle und klassische Medien
• TV-Wagen (Fernseher+DVD-Player)
• Landkarten, die als Arbeitskarten fungieren (Deutschland, Europa, Welt). Das heißt die Landkarten sind magnetische Eisenkarten, die mit Staatsgrenzen, Ländergrenzen und wichtigen Flüsse bedruckt sind. Die SchülerInnen können die Namen der Nachbarländer, Hauptstädte, Länder, Flüsse, Kanäle und Gebirge mit magnetischen Wortelementen zuordnen. Die Kinder sehen sich nicht nur passiv eine Landkarte an, sondern bauen sie selbst aktiv auf und das selbst Erarbeitete wird besser behalten.
• Die Bücher und Zeitschriften der umfangreichen Schulbücherei.
• Lernspiele und Fördermaterialien

2. Portalserver „IServ“
An der Pestalozzischule ist der Portalserver „IServ“ seit Ende 2011 eingerichtet.
IServ ist ein Server für das lokale Netzwerk (Intranet) und Schulserver, der flexiblere und individuellere Arten des Lehrens und Lernens ermöglichen soll.  Da von jedem beliebigen Computer mit Internetzugang auf IServ zugegriffen werden kann, ist dies unabhängig von örtlichen Gegebenheiten und den in der Schule üblichen zeitlichen Grenzen (Stundentaktung des Unterrichts) möglich.
Da Schüler wie Lehrer auch von jedem beliebigen Rechner mit Internetzugang (z.B. ihren PCs zu Hause) auf IServ zugreifen können, stellt dieses Medium ein Bindeglied zwischen Unterricht und häuslicher Arbeit dar. Die Trennung von Schule und häuslicher Arbeit kann aufgehoben bzw. erleichtert werden. Zuvor mussten bspw. Daten und Dokumente mühsam mit USB-Sticks transferiert werden – bei diesem Verfahren bestand zudem die Gefahr auch Computerviren zu übertragen.
Der Zugriff erfolgt mittels eines gewöhnlichen Internet-Browsers über eine relativ einfach und intuitiv bedienbare Weboberfläche. Persönliche und bestimmte Inhalte sind nur nach persönlicher Anmeldung zugänglich - differenziert nach Person und Gruppenzugehörigkeit.

Über den integrierten „IDesk“ stehen u.a. dem eingetragenen Benutzer folgende Dienste zur Verfügung:
• eine eigene persönliche weltweite E-Mail-Adresse mit Schulnamen, Verwaltung aller Dateien, persönlichen Adressen und Terminen,
• mittels E-Mail schnell, komfortabel, geschützt und schulbezogen zu kommunizieren und auch außerhalb der Schule auf wichtige Informationen zuzugreifen,
• Austausch in schulöffentlichen Diskussionsforen und geschützten Chaträumen über schulische und außerschulische Themen, von Lehrern gesteuerte und durch Filter abgesicherte Recherche im Internet für den Unterricht,
• IServ bietet außerdem geschützte Bereiche für Gruppen, wie Klassen, Kurse oder Arbeitsgemeinschaften, in denen sie sich absprechen, Daten austauschen und schließlich ihre Ergebnisse veröffentlichen können.

Für die Lehrkräfte entwickelt sich IServ immer stärker zu einer Plattform, um schnell und problemlos Informationen (z.B. Elternbriefe), Daten (z.B. Zensurenlisten), Schulorganisatorisches (z.B. Termine, Protokolle von Dienstbesprechungen und Konferenzen), Unterrichtsrelevantes (z.B. schulinterne Lehrpläne, Arbeitsmaterialien) und Professionelles (z.B. diagnostische Materialien und Verfahren) auszutauschen und zu diskutieren.

Momentan wird IServ durch die Administratoren Herr Harms, Frau Martin, Frau Peters und Herr Claaßen verwaltet und betreut.


3. Pädagogisches Konzept
An der Pestalozzischule Brake soll zukünftig mittels der neuen Computeranlage der Schule (s. Kap. 1/Kap. 5.1) vermehrt an der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler gearbeitet werden. Bisherige und momentane Anstrengungen in diesem Bereich sind vor allem der Initiative der einzelnen Lehrkräfte (KlassenlehrerInnen und FachlehrerInnen) zu verdanken. Eine Koordinierung der einzelnen Aufgaben, Prozesse und Inhalte auf dem Weg zur Medienkompetenz der SchülerInnen, gilt es zukünftig noch stärker zu fokussieren (s. Kap. 6). 
 
Im Unterricht lernen die SchülerInnen, die Angebote und Möglichkeiten der (neuen) Medien sinnvoll zu nutzen. Sie haben die Möglichkeit, grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Computern zu erlangen bzw. das Internet kennen zu lernen und sinnvoll zu nutzen. Das bedeutet vor allem unterrichtsrelevante Informationen in Form von Text-, Daten- und Bildmaterial zu beschaffen und zu bearbeiten. 
Auch die Kommunikation mit anderen Schulen, Behörden oder Einrichtungen über das Internet, die Planung von Klassenfahrten, das Veröffentlichen von Unterrichtsergebnissen wie Referaten oder die Teilnahme an Wettbewerben ist eine weitere Möglichkeit die Medienausstattung der Pestalozzischule Brake zu nutzen.
Es werden technisch-instrumentelle Grundkenntnisse (kennen lernen des PCs und seiner Bestandteile), Standardsoftware bedienen (z.B. Word, Paint etc.) und grundlegende Tätigkeiten (Drucken, Speichern von Daten, emails versenden und verwalten, Umgang mit Suchmaschinen…) im Unterricht erlernt. Lernprogramme wie Budenberg finden in den jeweiligen Unterrichtsfächern zur individuellen und sonderpädagogischen Förderung ihre Anwendung. 
Der Einsatz von Computern, vor allem in Verbindung mit einem Internetzugang, birgt auch Gefahren und Probleme, die von den Lehrkräften erkannt und im Unterricht thematisiert werden. Jugendgefährdende Webseiten dürfen selbstverständlich in der Schule nicht geöffnet werden. IServ ermöglicht es jugendgefährdende Homepages auf eine sogenannte „Blacklist“ zu setzen, so dass für die SchülerInnen kein Zugang mehr möglich ist.

 

4. Mediennutzung in den einzelnen Unterrichtsfächern
Die Medien werden im Rahmen der Lerntätigkeiten zum Recherchieren (z.B. im Internet mit Hilfe von (Kinder)Suchmaschinen, z.B. Blinde Kuh und Google), Strukturieren (z.B. von im Internet recherchierten Informationen),  Kooperieren (z.B. gemeinsames gestalten einer Präsentation), Produzieren (z.B. eines Referats) und Präsentieren (z.B. von Arbeitsergebnissen) eingesetzt. Dabei werden sowohl Bedienkompetenzen (z.B. von Software und technischer Ausstattung) als auch Methodenkompetenzen (z.B. kooperatives Arbeiten) erworben.
Die zwei mobilen Beamer mit den dazugehörigen Laptops, die zur Ausleihe für Lehrkräfte zur Verfügung stehen, werden genutzt um den Unterricht medial aufbereiten zu können. Hier sind die Einsatzgebiete vielfältig und reichen z.B. von der Verwendung von „Google Earth“ im Erdkundeunterricht bis zur PowerPoint Präsentation in allen Unterrichtsfächern.     


Deutsch
• Bilddateien in Texte einbinden können 
• Erstellung von Bewerbungsmappen 
• Nutzung von diversen Präsentationsformen (z.B. Präsentationssoftware „PowerPoint“) bei Referaten 
• Lernprogramme für Rechtschreibung etc.
• Schreiben mit der Textverarbeitung (Bewerbungen, Lebensläufe, ...) 
• Texte erstellen und formatieren können 

Mathematik
• Mathematische Lernprogramme anwenden 
• Zeichenprogramme zur Geometrie anwenden 

Geschichte/Politik/Erdkunde
• durch Multimedia-Lexika Informationen beschaffen und bearbeiten können 
• sich mit Hilfe des Internets Informationsgrundlagen für Referate beschaffen 
• Google Earth (Erdkunde)
• Historische Filmsequenzen anschauen (Geschichte und Politik)

Naturwissenschaften
• Arbeit mit Nachschlagewerken Naturwissenschaften
• Internetrecherche 

Arbeit/Wirtschaft
• im Internet über freie Ausbildungsstellen informieren
• Lebensläufe und Bewerbungen verfassen
• Praktikumsberichte verfassen 

Kunst
• Bildbearbeitung – Nutzung von Zeichenprogrammen 
• Bearbeitung von digitalen Fotos 
• Zugang zu virtuellen Museen (Internet, DVD) 

Englisch
• Arbeit mit Lernprogrammen (z.B. Vokabeltrainer)
5. Blick in die Zukunft 
Nach der Beschreibung der Ist-Situation und Bestandsaufnahme sollen nun Zielperspektiven (Wo will die Schule hin? Wo will sie in ein, zwei, drei Jahren sein?) formuliert werden:

5.1 Ausstattungsplanung und –bedarf Hardware
Weitere 15 PCs werden zurzeit teilweise technisch überholt bzw. vorbereitet, um sie anschließend auf die Klassen- und Fachräume zu verteilen.
Ebenso ist es geplant einen weiteren Beamer mit zugehöriger Leinwand im Forum zu installieren. So könnten bspw. Filme, Fotos etc. vor der versammelten Schülerschaft präsentiert werden.
Zukünftig sinnvoll sind ebenfalls Peripheriegeräte, wie digitale Videokamera, Scanner usw. Ersatzbeschaffungen für defekte oder/und ältere Hardware sind geplant.

5.2 Ausstattungsplanung und –bedarf Software
Die Anschaffung von Lernsoftware in den Bereichen Sprachtherapie, Diagnostik, Wahrnehmungsförderung und allen Unterrichtsfächern ist geplant. Allerdings ist die Auswahl an Programmen speziell für Förderschulen sehr begrenzt.

Zum Beispiel:
• Audiolog (Auditive Wahrnehmung)
• Audilex (Auditive Wahrnehmung)
• Oriolus Lernprogramme
• À la carte (Sprachtherapie und Förderunterricht)
• Lesenlernen durch Schreiben/Lesetrainer
• Schreiben und Lesen – Lesetrainer II
• Rechtschreibwerkstatt
• Archifix, Grundwortschatz 
• Eugen Traeger Programme 
• Gut (Rechtschreibung)
• Magix Schulsoftware zur Video- und Bildbearbeitung

5.3 Fortbildungsplanungen für Lehrkräfte
Kollegiumsinterne Fortbildungen zur Einführung in die vorhandene Hard- und Software sind insbesondere dann notwendig, sobald neue Geräte und Programme angeschafft werden. 
Wichtige Punkte für die Zukunft sind z.B.: 
• Einsatz von Lernprogrammen im Unterricht 
• Verwendung des digitalen Whiteboards im Unterricht
• Textverarbeitung (Produktion, Formatierung, Präsentation) 
• Internetführerschein 
• Einsatz des Computers in Sprachtherapie, Diagnostik und Wahrnehmungsförderung 

 

5.4 Qualifizierungsplanungen für Schüler
Themenbereiche, in denen sich die Schule externe Hilfe von Medienpädagogen organisieren könnte, wären z.B. Internetmobbing in den neuen Kommunikationsplattformen (Facebook, Schüler-VZ), Verhalten in Chatrooms, Gewalt in Computerspielen oder Suchtprävention bei Computerspielen und Internet.

5.5 Zukünftiges pädagogisch-didaktisches Medienkonzept
Es ist kollegiumsintern baldig die Entscheidung zu treffen, ob ein separater Computerunterricht oder eine Integration in den regulären Unterricht stattfinden soll. Ziel wäre dann zunächst eine stärkere Verzahnung des Computerunterrichts mit dem Klassen- beziehungsweise Fachunterricht vorzunehmen. Hierzu sollte eine Arbeitsgruppe gebildet werden, in der Vertreter aller Fachkonferenzen beisitzen. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es zu entwickeln wie Computerbedienung, Informationsgewinnung und –verarbeitung, Textverarbeitung und Internetkompetenz (z.B. Absolvierung eines Internetführerscheins) in den alltäglichen Unterricht mit einzubeziehen sind.


6. Probleme und Schwierigkeiten
Aufbau, Instandhaltung und Reparatur der vorhandenen Geräte wurden bisher meist in Eigenregie durchgeführt. Bei schwerwiegenden Problemen oder Störungen wird professionelle Hilfe durch einen Systemtechniker/Informatiker (Angestellter des Schulträgers) in Anspruch genommen. Auf Dauer ist die Pestalozzischule, insbesondere bei Realisierung der in Kap. 5 genannten Zielvorstellungen, damit überfordert.
Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird die Systembetreuung durch eine Lehrkraft wahrgenommen, die dafür momentan eine halbe Stunde Ermäßigung erhält. Der Arbeitsaufwand steht jedoch in keinem Verhältnis zur Stundenentlastung, so dass über anderweitige Entlastungen bzw. Aufgabenverteilungen nachgedacht werden muss. Im Grunde wird eine Computerfachkraft mit fundierten Kenntnissen benötigt, die dass Netzwerk IServ pflegt, die Software aktualisiert und betreut, schulinterne Lehrerfortbildungen anbietet, unterrichtsbegleitende Hilfen ermöglicht, die Hardware pflegt und repariert, Störungen des Internets etc. behebt und den Ausbau einer medialen Kompetenz von Schülerinnen und Schülern der Pestalozzischule Brake begleitet. Dieses kann eine Lehrkraft, die als PC-Obfrau/Obmann arbeitet nicht leisten. Eine reibungslose Arbeit im PC-Raum und in den Klassen- und Fachräumen ist nur möglich, wenn eine fachkompetente Kraft vor Ort arbeitet.

 

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