Chronik der Pestalozzischule Brake

Die Gründung der Braker „Sonderschule“ für Lernbehinderte geht auf die Initiative der ehemaligen Schulrätin Frau von Witzleben zurück, die im Frühjahr 1951 in der Schulbaracke der Harrierschule die erste Klasse für „Hilfsschüler“ einrichten ließ.

Die Schule trug den Charakter einer einklassigen Volksschule. Die SchülerInnen kamen aus den Braker Volksschulen und wurden nach Dringlichkeit der Sonderbetreuung umgeschult.

1956 zog die „Sonderschule“ in die katholische Schule in der Georgstraße (Eichendorffschule) um und belegte dort zunächst zwei Klassenräume. Im Laufe der folgenden Jahre kamen auch SchülerInnen aus den Gemeinden Elsfleth, Ovelgönne, Oldenbrok, Berne und Rodenkirchen hinzu.

Anfang der 60iger Jahre erhielt die Mittelpunktsonderschule in Brake den Namen Pestalozzischule. 

Die Schülerzahlen und somit auch die Klassenzahl stiegen kontinuierlich an. Dies führte zu einer Ausgliederung mehrerer Klassen in die alte Landwirtschaftsschule in der Kirchenstraße und die Räumlichkeiten in der BTV Turnhalle an der Schulstraße.

Im Jahr 1966 bestätigte die Stadtverwaltung ihren Beschluss vom Jahr 1963 zum Bau einer achtklassigen „Sonderschule“. Der Bau der „Mittelpunktsonderschule“ in Brake konnte beginnen.

Bereits im Jahre 1970 stand fest, dass das Schulgebäude nicht mehr ausreichend Platz für die anwachsende Schülerzahl bot und erweitert werden musste. Bis zur Fertigstellung des Anbaus im Jahre 1982 mussten immer wieder Klassen der Pestalozzischule in  Grundschulen in Brake und den anliegenden Gemeinden, sowie der Realschule Brake ausgelagert werden.

1978 wurde mit den Baumaßnahmen zur Erweiterung des Schulgebäudes begonnen.

Zum 01. August 1988 wurde die Pestalozzischule um eine Sprachheilklasse erweitert. In diesem Sprachheilbereich wurde und wird nach Grundschulrichtlinien unterrichtet. Die SchülerInnen bekommen hier die Gelegenheit die Lerninhalte der ersten Klasse in zwei Jahren zu erlernen und gleichzeitig an ihren sprachlichen Defiziten zu arbeiten.

In den 90iger Jahren entstand der Aufbau des Integrationskonzepts Stadland. Ferner wurde in dieser Zeit die Kooperation mit den Grundschulen in der Wesermarsch und der Hauptschule Rodenkirchen aufgebaut. Ungefähr zur Zeit des Jahrtausendwechsels hatten die SchülerInnen nun auch die Möglichkeit ihren Hauptschulabschluss an der Pestalozzischule zu machen.

In den letzten Jahren wurde das Integrationskonzept soweit ausgebaut und die Pestalozzischule zu einem Förderzentrum umgestaltet, dass mittlerweile alle Grundschulen und nahezu alle weiterführenden Schulen der Wesermarsch an der Integration teilnehmen und mit Förderstunden seitens der Pestalozzischule versorgt werden.

Seit Schuljahresbeginn 2013/14 sind alle 1. Klassen der Grundschulen sowie die 5. Klassen der weiterführenden Schulen inklusive Klassen, d.h. in ihnen werden Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf gemeinsam unterrichtet.

In den nächsten vier Schuljahren soll diese Inklusion auf die noch folgenden Jahrgänge schrittweise erweitert werden, sodass Kinder und Jugendliche mit Bedarf an Unterstützung in jeder Klasse jeder Schulform am Bildungs- und Erziehungsangebot teilhaben können.

 

 

 

 

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